TAEKWONDO hat eine rund 1.800 Jahre alte Tradition. Am Anfang stand eine einfache Kampftechnik, Subak, in der vorwiegend Handtechniken angewandt wurden. Die alten Koreaner betrieben Subak auch als Turnierkampf, aber ohne Kampfwesten. Etwa 300-400 Jahre später kam als zweite Kampfart das Taekyon hinzu, bei dem die Beintechniken dominierten. Dieser Name bleib, als sich beide Kampfarten zu einem neuen System entwickelt hatten. Während der dann folgenden Jahrhunderte erlebte Taekyon Höhen und Tiefen. In verschiedenen Provinzen Koreas wurde es stark mit chinesischen Techniken durchsetzt, woraus Namen wie Kung-Su, Tae-Soo-Do u.s.w. resultierten. Taekyon wurde in manchen Gebieten dank einiger alter Meister überliefert, in anderen Gegenden fiel es aber der Vergessenheit anheim.

Die primitiven Anfänge des Taekyon reichen bis in die “Sylla-Dynastie” vor 1.300 Jahren zurück. “Sylla” war der kleinste jener 3 Königreiche, in die Korea damals geteilt war und lebte in ständiger Furcht, entweder aus dem Norden vom Königreich “Koguryo” oder aus dem Westen vom Königreich “Baekchae” überfallen und besetzt zu werden. Etwa 500 n. Chr. wurden die Übergriffe von “Koguryo” unerträglich. “Sylla” König rief die Jugend auf, das Vaterland zu verteidigen; es wurde eine straffe Organisation “Hwarang-Do” gebildet, um die nationale Krise zu beenden. Hwarang-Do respektierte  die Monarchie, förderte und übte die Kriegskünste, aber auch Literatur, Musik und Moral; man pilgerte zu berühmten Bergen und Flüssen um dort das körperliche und geistige Training zu vervollkommnen. Nach dem Sieg “Syllas” und damit der Vereinigung der Königreiche 668 n. Chr., die übrigens nicht die Unterdrückung der beiden anderen Reiche brachte, sondern eine gleichberechtigte Einheit, erreichte Taekyon seinen Höhepunkt, um in den folgenden Jahrhunderten immer mehr abzuflachen. Nach der Besetzung durch Japan (1910-1945) wurde das koreanische Taekyon nochmals mit einer anderen Kampfart, dem Karate, vermischt. 

TAEKWONDO als Name wurde erst 1955 durch die höchsten Dan-Träger Koreas geprägt und resultiert aus der Überlegung,
dass in dieser Sportart Hände und Füße als Waffen eingesetzt werden und dies aus dem Namen sofort zu erkennen sein sollte. Ebenso sollte der Name auch zeigen, dass TAEKWONDO nicht nur eine körperliche Disziplin ist.

TAE Springen, Stoßen und Schlagen mit den Füßen
KWON (wörtl.: Faust) bezeichnet die Handtechniken
DO bedeutet Art und geistigen Gehalt dieser Sportart

Nach seinen Anfängen 1965 in Deutschland gewann dieser rasante Kampfsport rasch Anhänger und so konnten 1968 die ersten Deutschen Meisterschaften durchgeführt werden. Die Richtlinien für europäische Verhältnisse mussten mit dem Deutschen Judo Bund erarbeitet werden. 1973 fanden in Seoul die ersten Weltmeisterschaften statt. 1981 entstand die Deutsche Taekwondo Union (DTU) und 1982 wurde die DTU in den Deutschen Sportbund aufgenommen.
 
Im Jahr 2000 (Sydney), 2004 (Athen), 2008 (Peking) und 2012 (London) war
Taekwondo offizielle Sportart bei den Olympischen Spielen ! 2016 in Rio De Janeiro ist Taekwondo wieder als Olympische Sportart vertreten !